Grußadressen zum Hiroshima-Tag

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Grußwort an die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshima Gruppe Wien
anlässlich des Hiroshimatags 2006

Marion Struck-Garbe
Vorstand Pazifik-Netzwerk e.V.
2006
   http://www.pazifik-netzwerk.org/
Liebe Freundinnen und Freunde,

leider haben wir 61 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki die traurige Gewissheit, dass aus der Vergangenheit nichts gelernt wurde. Bis zum heutigen Tag wurden über 2.000 Atombombenversuche weltweit unternommen, allein mehr als 300 im pazifischen Raum. Bereits knapp ein Jahr nach dem Angriff auf Hiroshima, am 1. Juli 1946, explodierte die Bombe mit dem Code-Namen „Able“ über dem von der US-amerikanischen Regierung in Besitz genommenen Bikini-Atoll (Marshall-Inseln). Acht Jahre später hatten die USA keine Skrupel, die „Bravo“ genannte Wasserstoffbombe mit der 1.000fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe auf dem Atoll zu zünden, obwohl sie wissen mussten, welch verheerende Folgen und welches Leid die nuklearen Angriffe im Zweiten Weltkrieg ausgelöst hatten. Trotz eines internationalen Abkommens zum Stopp oberirdischer Atomtests startete die französische Regierung am 2. Juli 1966 ihre erste Explosionsserie im Pazifik auf dem Moruroa-Atoll (Französisch-Polynesien). Noch heute leiden die Menschen an den sozialen und gesundheitlichen Folgen dieser Tests, die nur unternommen wurden, um das Machtstreben einzelner Staaten zu untermauern.

Das Pazifik-Netzwerk e.V. und die Pazifik-Informationsstelle verurteilen diesen rücksichtslosen Umgang mit Menschen und Natur und sind besonders am heutigen Tag in Gedanken bei den Opfern nuklearer Gewalt.

In gemeinsamem Gedenken und mit solidarischem Gruß

Katja Göbel
Marion Struck-Garbe

Hinweis:

Um auf die fünfzigjährige Geschichte der Atomtests im Pazifik und die aktuelle Nutzung nuklearer Energie hinzuweisen, haben das Pazifik-Netzwerk e.V. und die Pazifik-Informationsstelle die Wanderausstellung „Kein Bravo für Bikini“ erstellt. Sie ist insbesondere für den Gebrauch in pädagogischen Einrichtungen gedacht und kann gegen die Erstattung von Porto und Versand bei der Pazifik-Informationsstelle ausgeliehen werden.

Wanderausstellung „Kein Bravo für Bikini“
50 Jahre Atomtests im Pazifik


Am 30. Juni 1946 unternahmen die USA ihren ersten Atomtest mit Namen „Able“ im Pazifik auf dem Bikini-Atoll. Zwischen dem ersten amerikanischen und dem letzten französischen Test 1996 auf Fangataufa (Französisch Polynesien) fanden im Pazifischen Ozean über 300 Atomversuche statt. Inseln und Menschen wurden den Machtinteressen der Atommächte untergeordnet. Die Menschen der Regionen leiden noch heute unter den gesundheitlichen und sozialen Folgen dieser Tests.

Das Pazifik- Netzwerk e.V. und die Pazifik-Informationsstelle wollen mit der Wanderausstellung „Kein Bravo für Bikini“ über die verheerenden Auswirkungen der Nutzung nuklearer Techniken aufklären und den Zusammenhang zu heute herstellen.

Zur Konzeption:
- Die Ausstellung springt jeweils auf einer Tafel in ein Jahrzehnt:
o 1954: erste Wasserstoffbombe explodiert auf Bikini
o „Duck and Cover“: Verhaltensregeln bei einem atomaren Angriff
o 1965: gesundheitliche und soziale Folgen der Tests
o 1974: oberirdische und unterirdische Tests in Französisch Polynesien
o 1985: „Nuklearnomaden“ und die Versenkung der Rainbow Warrior
o 1995: weltweite Proteste gegen die Wiederaufnahme franz. Atomtests
o 2006: Bunker Buster und Mininukes – eine neue Generation von Atomwaffen
o 2054: Wie sieht die Zukunft aus? – Entscheiden sie selbst

Daten zur Ausstellung:
- Acht Tafeln in der Größe 1,80 m x 1,00 m
- Eine Tafel in der Größe 1,00 m x 1,00 m („Duck and Cover“)
- Die Tafeln bestehen aus bedruckten Textilbahnen mit Aufhängeschlaufen. Diese können entweder an der Decke, an der Wand, an Stellwänden oder dergleichen befestigt werden.
- Benötigt wird zusätzlich eine Schulbank zur Installation „Duck and Cover“

Die Ausstellung ist insbesondere für den Gebrauch in pädagogischen Einrichtungen konzipiert worden und kann gegen Erstattung von Porto- und Versandkosten bei der Pazifik-Informationsstelle ausgeliehen werden.


Kontakt:
Pazifik-Informationsstelle
Katja Göbel
Hauptstraße 2
91564 Neuendettelsau
Tel: 09874-91220
E-Mail: info@pazifik-infostelle.org




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